Wer das Risiko liebt: Medizinische Versorgung in Rumänien

Dezember 19th, 2007 by Gunnar

Die Schweizer sind nicht gerade für Ihre Risikofreude bekannt. Deshalb wundert es nicht, dass auf der Webseite des Außenministeriums der Schweiz ebenso wie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes explizite Hinweise zur medizinischen Versorgung in Rumänien zu finden sind:” Die medizinische Versorgung ist nicht in jedem Fall gewährleistet. Für die Behandlung ernsthafter Erkrankungen und Verletzungen empfiehlt sich die Rückkehr in die Schweiz. Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichenden Vorrat enthalten“ (www.eda.admin.ch/eda/de/home/reps/eur/vrou/rhrum.html)

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt einen Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B.
In Teilen des Landes kommt es zu bestimmten Jahreszeiten zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Rechtzeitig vor Einreise sollte deshalb mit einem Reise-/Tropenmediziner wegen einer möglichen Impfung Kontakt aufgenommen werden.

Bei Essen in Restaurants sollte auf die hygienischen Verhältnisse geachtet werden.
Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich vom Genuss ungefilterten Leitungswassers ab! Wird dieses als Trinkwasser genutzt, so sollte es zumindest gefiltert werden.
Eine Reihe von öffentlich zugänglichen Berichten schildern den drastischen Notstand im staatlichen Gesundheitssystem, etwa von der Krankenschwester Friedlinde Müller, die im Rahmen des rumänischen Vereins „Philadelphia“ als ambulante Pflegekraft in der Nähe von Sibiu / Hermannstadt arbeitet:
„Das staatliche Gesundheitssystem sowie die medizinische Versorgung in Rumänien sind nicht vergleichbar mit deutschen Verhältnissen. Es gibt katastrophale Engpässe nicht nur in den Krankenhäusern, auch im Blick auf Gesundheitsvorsorge sowie die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten, Pflegehilfsmitteln etc. Wie in jedem anderen Bereich spielt auch hier die Korruption eine traurige Rolle. Obwohl es seit einigen Jahren eine Krankenversicherung für Berufstätige gibt, können sich viele Patienten Arztbesuche, diagnostische Maßnahmen oder Medikamente finanziell nicht leisten. Ambulante Pflegedienste existieren nur vereinzelt aufgrund privater oder kirchlicher Initiativen.“ (Quelle: http://stadtmission-nied.de/html/rumanien.html)

Ähnliches berichtet auch Anja Uhlmann-Useriu, im Rahmen des Kinder-und Jugendprojektes Piatra Fintele ebenfalls in Rumänien tätig:“ „Die Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ist marode (…). Arzneimittel, die laut Gesetz in Rumänien an Rentner, Kinder und Schwerkranke auf Rezept ausgehändigt werden sollten, sind häufig nicht vorhanden, weil das Budget aus ist.“ Vor allem die armen Bevölkerungsschichten seien aber nicht in der Lage, die Marktpreise für die Arzneien zu bezahlen. Oft unterbleibe dann die dringend nötige Behandlung.

Auch in den Krankenhäusern und Polikliniken sei die soziale Infrastruktur nach wie vor mangelhaft. Häufig müssten die Patienten die für einen Eingriff nötigen Arzneimittel selber besorgen und bezahlen, die kostenlose medizinische Betreuung an den Polikliniken klappe oft nur dann, wenn man sich vorher bei einem Arzt erkenntlich gezeigt habe (Quelle: http://www.piatra-fintinele.de/aktuelles.php?id=37) .

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Flüge nach Rumänien

Dezember 19th, 2007 by Gunnar

Fluggesellschaften, die spezialisiert sind auf Rumänien-Flüge:

Carpatair:  Internet: www.carpatair.de

  • ab Düsseldorf / 3 zusätzliche Flüge nach Bukarest Timisoara / Temeschburg

TAROM: Internet:  www.tarom.ro/de

  • ab München nach Bukarest jetzt täglich und ab Wien 3 zusätzliche Abendflüge nach Bukarest (jetzt täglich 2 Flüge außer Sa.)
  • ab Wien nach Sibiu und weiter nach Cluj- Napoca 5 mal wöchentlich (in codeshare mit Austrian Airlines)

LUFTHANSA: Internet: www.lufthansa.de 

  • täglich ab Düsseldorf nach Bukarest und ab München nach Timisoara (codeshare mit Carpatair)

Flug nach Rumänien 

BLUE AIR

  • ab Düsseldorf 3 mal wöchentlich nach Bukarest

AUSTRIAN AIRLINES

  • ab Wien 3 zusätzliche Abendflüge nach Temeschburg (jetzt 2 tägliche Flüge außer Samstag)

Thomas Cook:

  • ab Frankfurt, seit 10.05.2007 einmal wöchentlich nach Konstanza, buchbar auf www.condor.de und über Veranstalter
    Direktflüge werden von Lufthansa, Austrian Airlines und Swiss Air ab Frankfurt, Wien und Zürich nach Bukarest angeboten

 Flüge mit Thomas Cook nach Bulgarien

Tipp: Rechtzeitig im Vorraus online den Flug bei einem günstigen Anbieter reservieren!

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Urlaub in Rumänien- Anreise

Dezember 19th, 2007 by Gunnar

Flugzeug
Von den Flughäfen Dortmund und Köln-Bonn aus kann man mit besonders günstigen Airlines den Flughafen Bukarest-Baneasa anfliegen (GermanWings etc.).
Rumäniens internationale Flughäfen:
Bukarest Henri Coanda,
Bukarest Baneasa
Constanţa Mihail Kogalniceanu,
Timisoara
Cluj-Napoca
Sibiu
Suceava
Tirgu Mures

Bahn
Von Wien nach Bukarest kommt man mit dem Zug in 13 Stunden und für bereits 80 Euro. Zunächst zu den Vorteilen: Bahnfahrten in Rumänien ist sehr günstig. Der Nachteil: Es ist auch nicht besonders schnell. Wer deutsche Maßstäbe erwartet, sollte sein Fortbewegungsmittel innerhalb Rumäniens noch mal überdenken. Allerdings sind alle größeren Ortschaften ans Bahnnetz angeschlossen, zwischen den Großstädten verkehren auch Schnellzüge. Ein Persoane ist sehr langsam und hält- so eine gängige Redewendung- „an jeder Milchkanne“, also überall.
Der Accelerat ist als Eilzug etwas schneller. Der Rapid ist wie der Name schon sagt ein ein Schnellzug- Zu empfehlen sind jedoch die mit deutschen ICs vergleichbaren „Expres“-Züge.Diese sind relativ flott und mit modernen Waggons ausgestattet. Von einem InterRail-Ticket nur für Rumänien ist abzuraten, da die Züge eben sehr günstig sind. Für alle Züge außer Persoane sind Platzkarten nötig, die man in so genannten “Agentie de Voiaj” (C.F.R.) oder am Bahnhof bekommt. Allerdings bekommt man die Tickets dort erst eine Stunde vor Abfahrt. Meist ist nur ein bestimmtes Kontingent vorhanden, daher ist es ratsam die Tickets frühzeitig zu kaufen.

Auto
In Rumänien braucht man eine KFZ-Vignette, die man an der Grenze bei der Einreise bekommen kann. Der Preis richtet sich nach der Schadstoffnorm und liegt zwischen 5 und 10 Euro pro Monat.Achten Sie unbedingt auf die Gültigkeit der Vignette, es drohen Geldstrafen bis 150 Euro wenn keine gültige Vignette vorliegt. Eine grüne Versicherungskarte ist seit 1. Januar 2007 nicht mehr erforderlich, sie kann aber im Fall eines Unfalls doch noch gute Dienste leisten (zum Beispiel als Versicherungsnachweis).
In Rumänien gelten 0,0 Promille, die von den Einheimischen aber nicht ernst genommen werden. Polizeikontrollen, besonders nachts, sind üblich und häufig. Die Strafen für Alkohol am Steuer können drakonisch sein. Nachtfahrten sollten vermieden werden, weil mit allem gerechnet werden muss:
Unbeleuchtete Fahrzeuge jeder Art, Kutschen und landwirtschaftliche Großgeräte ohne Beleuchtung, Tiere, die einfach auf die Fahrbahn laufen. Der Fahrstil in Rumänien ist in der Regel rücksichtslos und Verkehrsregeln werden oft ignoriert. Es empfiehlt sich daher, vorsichtig zu fahren, zumal sehr viele Fahrzeuge in Rumänien nicht versichert sind
Die Europastraßen sind mittlerweile in einem passablen Zustand, der Verkehr besonders auf den Transitstrecken jedoch höllisch. Die gilt besonders für die Strecke von Arad nach Sibiu, auf der sehr viel Schwerlastverkehr unterwegs ist. Das Autobahnnetz befindet sich erst im Aufbau, es gibt nur eine ca. 100 Kilometer lange Strecke westlich von Bukarest und eine Schnellstraße in Richtung Constanţa. Auf Leichtmetallfelgen sollte man Verzichten, gerade Nebenstraßen sind eine Zumutung.
Es gibt wie in Mitteleuropa “Super”, Benzin “fara plumb” und Diesel. Taxifahrten sind billiger als in Deutschland. Es wird geraten nur offizielle Taxis zu verwenden. Man sollte sich aber eine Karte des Hotels mitnehmen, da der Fahrer dann besser weiß, wo man hin möchte. Bei Taxis kann man evtl. etwas sparen, wenn man in Euro bezahlt, man sollte aber in jedem Falle das Taxameter im Auge haben.

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Was es zu beachten gilt: Informationen zur Stressprävention im Urlaub

Dezember 19th, 2007 by Gunnar

Einreise

Seit dem Jahresbeginn 2007 ist Rumänien offizielles Mitglied der Europäischen Union- Für Einreisende aus der Europäischen Union genügt also-rein theoretisch- ein gültiger Personalausweis bei der Passkontrolle. Zur Sicherheit empfiehlt es sich dennoch sicherlich, einen gültigen Reisepass dabei zu haben. Visa-Verpflichtungen entfallen jedoch definitiv für E.U.-Staatsangehörige

Gesundheitsvorsorge / Impfungen

Ein Malariarisiko ist in Rumänien nicht vorhanden. Es besteht jedoch ein mittelschweres Infektionsrisiko für Hepatitis A und Hepatitis B. Zur Vorbeugung gegen Hepatitis B sollten die Infektionsquellen (z.B. Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich, ungeschützte Sexualkontakte – insbesondere bei Homosexuellen -, i.v. Drogenmissbrauch) gemieden werden. Eine Infektion mit Hepatitis A – Viren erfolgt fäkal-oral d.h. durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion. Das bedeutet, das sowohl durch engen Personenkontakt als auch durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel die Viren übertragen werden können. Ein erhöhtes Risiko stellt daher fäkaliengedüngtes Gemüse (z.B. Salate) oder auch – und vor allem in Küstengebieten – unzureichend gekochte oder gar rohe Meeresfrüchte (z.B. Muscheln und Austern) dar. Daher kann bei einem nennenswerten Risiko eine Impfung gegen Hepatitis A und B empfehlenswert sein. Personen die ein Risiko haben, besonders schwer zu erkranken z.B. Personen mit chronischen Lebererkrankungen, ist grundsätzlich ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B zu empfehlen.

Landesweit besteht eine erhöhte Infektionsgefahr für diverse Infektionskrankheiten die durch verunreinigte Speisen oder Getränke übertragen werden (z.B. Hepatitis A, Typhus, Bakterienruhr, Amöbenruhr, Lambliasis, Wurmerkrankungen). Daher sollten sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygienemaßnahmen stets durchgeführt werden.
Vor dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird gewarnt. (Quelle: www.fit-for-travel.de)
Vor Einreise nach Rumänien ist also in jedem Fall eine ausführliche Arztkonsultation zu empfehlen, um alle etwaigen Risiken abzuklären.
Risiken bestehen insbesondere für folgende Erkrankungen: Diphterie, FSME (Hirnhautenzündigung durch Zeckenbisse), Hepathitis A & B (letzteres nur für Risikogruppen), Tetanus, Tollwut und Typhus nur bei Risikogruppen

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Nur für starke Nerven: Investieren in Rumänien

Dezember 18th, 2007 by Gunnar

So wie Rumänien insgesamt zwar durchaus als Boomregion bezeichnet werden kann, die auch in den nächsten Jahren weiter wachsen wird, gibt es doch hier und da immer wieder Anzeichen für ein unsicheres Investitionsklima. Immer dann, wenn in Osteuropa die Politik vehement in die Wirtschaft eingreift, kommt es zur Verunsicherung bereits investierter Kapitalgeber oder potenzieller Investoren und zur Kapitalflucht.

Investieren in Rumänien
Die nationalistische Großrumänien-Partei (PRM) hat zum Beispiel vor Kurzem den börsennotierten Mineralölkonzern OMV ins Visier genommen. Die Partei hat einen Gesetzesantrag bei einer Senatskommission eingebracht, auf dessen Grundlage die Privatisierung des rumänischen Erdgasförderers Petrom aus dem Jahr 2004 rückgängig gemacht werden soll.Die OMV hatte sich zu 51 Prozent an der Petrom beteiligt.
Die Diskussion um die Auflösung des Privatisierungsvertrages ist von der extremistischen Partei in Gang gesetzt worden.Die Regierung und die großen Parteien in Rumänien wollen jedoch nicht mitmachen.Der Antrag der PRM ist beim Senat eingebracht, aber dort nicht offiziell behandelt worden. Deshalb ist er dem normalen Prozedere folgend automatisch an das Abgeordnetenhaus weitergewandert.Passiert der Antrag das rumänische Abgeordnetenhaus, würde das Gesetz den Kaufvertrag mit der OMV einseitig für nichtig erklären.Dies ist jedoch eher unwarscheinlich, weil der Privatisierungsvertrag mit Beteiligung der EU und Weltbank geschlossen worden ist.
In Punkto Immobilien mag Rumänien vielversprechend sein- doch so einfach ist es nicht. Immobiliengesellschaften investieren aufgrund von Planungsunsicherheiten vor allem in Einzelprojekte und in landwirtschaftliche Betriebe. Ein größeres Projekt ist der „Temeschwar Airport Park”. In drei Bauabschnitten soll in der Einflugschneise des Flughafens der 300.000-Einwohner-Stadt Temeschwar bis Ende 2009 ein Logistikpark mit 12 m hohen Hallen entstehen.Ein 24-Stunden-Betrieb wird aufgrund der Lage unproblematisch möglich sein.

Anleger haben natürlich auch die Möglichkeit, auf die Börsen in ganz Osteuropa zu wetten- nicht bloß in Rumänien.Allerdings unterliegen die Märkte starken Schwankungen. Osteuropa-Fonds erzielen zwar bereits seit einigen Jahren überproportionale Wachstumsraten.Aktien aus Rumänien gelten aber auch nach dem EU-Beitritt Rumäniens unter Fondsexperten als risikobehaftet und sind demzufolge unterrepräsentiert in den Portfolios.

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